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Donnerstag, 2. Oktober 2014 Bauelemente Nummer 40 · Holz-Zentralblatt · Seite 965 Parkettmarkt Schweiz: Erneutes Plus verzeichnet Zweithöchster Pro-Kopf-Verbrauch in Europa – Bauwerk-Boen-Gruppe steigert den Umsatz auf 219 Mio. CHF Laut dem Geschäftsleiter der Schweizerischen Interessengemeinschaft Parkett (ISP), Bernhard Lysser, stieg der Parkettverbrauch in der Schweiz dank der guten Baukonjunktur – im vergangenen Jahr stieg das Bauvolumen der Schweiz um 3,2 % auf rund 45 000 Wohnungen – auf rund 6,4 Mio. m² und entspricht damit einem Zuwachs von rund 10 %. Damit zeigt die Schweiz zum wiederholten Mal eine gegenläufige Tendenz zur europaweiten Marktentwicklung. Der Parkettverbrauch ging laut dem Europäischen Parkettverband, der FEP, um 2,2 Mio. m² auf 82,86 Mio. m² zurück. Auch bei einer weiteren Marke sind die Eidgenossen führend: während europaweit der Parkettverbrauch je Einwohner bei etwa 0,22 m²/a liegt, werden in der Schweiz rund 0,75 m²/a und Einwohner eingebaut, dem zweithöchsten Wert nach den österreichischen Bauherren, die knapp 0,9 m² je Kopf und Jahr in ihren Wohnungen einbauen. Bei der Parkettproduktion konnten die Schweizer Hersteller im vergangenen Jahr wieder etwas zulegen, von 1,6 Mio. m² auf 1,8 Mio. m². Die Exportzahlen liegen mit dem Vorjahr in etwa gleichauf bei rund 1,6 Mio. m². Der weit überwiegende Anteil des Schweizer Parkettverbrauchs entfällt auf Fertigparkett mit einem Anteil von 83 %, Klebeparkett wird zu 13 % nachgefragt, Massivparkett kommt auf einen marginalen Anteil von 4 %. Wie überall in Europa dominiert auch in der Gunst der Schweizer Verbraucher die Holzart Eiche in allen Facetten (der Anteil liegt bei rund 68 %), während Esche, Buche und Exoten bei jeweils rund fünf bis sechs Prozent liegen, andere Holzarten spielen derzeit praktisch kaum eine Rolle. Wie auch in den Vorjahren, ist die Nachfrage nach Laminatböden in der Schweiz relativ gering und liegt bei etwa 3,5 Mio. m², für mehrschichtige Designböden, den LVTs, liegen derzeit keine belastbaren Zahlen vor. Schweizer Parketthersteller profitiert von guter Binnenkonjunktur Der führende Schweizer Parketthersteller, die Bauwerk Boen Group, steigerte den Absatz um 3,8 % und erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 219 Mio. CHF (182,5 Mio. Euro) sowie einen operativen Gewinn (Ebitda) von 21,6 Mio. CHF (18 Mio. Euro). Einmalige Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der Unternehmensgruppe und der nachfolgenden Restrukturierung und Neuausrichtung der Produktionsbasis führten indes zu einem Nettoverlust von 4,0 Mio. CHF (3,33 Mio. Euro). Proforma (unter Einrechnung der Boen Ergebnisse bis zur Fusion) hätte ein Erlös von 276 Mio. CHF (230 Mio. Euro), ein Ebitda von 32,6 Mio. CHF (27,2 Mio. Euro) und ein Ebit von 19,2 Mio. CHF (16 Mio. Euro) resultiert. Aus dem Zusammenschluss der beiden Parketthersteller Bauwerk Parkett AG und der Boen AS vom Mai vergangenen Jahres entstand nach eigenen Angaben der europaweit führende Anbieter im Premium-Segment sowie der zweitgrößte Markteilnehmer im Holzbodenmarkt. Dank zahlreichen Produkt und Sortiments-Neueinführungen erhöhten sich die Deckungsbeiträge leicht. In Kombination mit verbesserten Kostenstrukturen führte dies zu einer deutlich höheren Betriebsmarge von 9,9 % im Vergleich zu 8,7 % im Vorjahr. Marktanteilsgewinne in Kernmärkten Der europäische Parkettabsatz sank gemäß der Branchenorganisation FEP im letzten Jahr um rund 5 %. Dennoch gelang es der Bauwerk-Boen-Gruppe, die Verkäufe um 3,8 % zu steigern und weitere Marktanteile zu gewinnen. Insbesondere in den Kernmärkten Schweiz, Norwegen und Deutschland resultierte ein höheres Verkaufsergebnis. Überdurchschnittlich nachgefragt wurden hochwertige Landhausdielen mit naturgeölten Oberflächen sowie das internationale Objektgeschäft mit Zwei- Schicht-Kleinformaten. Die Verkaufserlöse außerhalb Europas stiegen im Berichtsjahr um 10 % und repräsentieren rund 10 % des Gesamtumsatzes. Neue Strategie gewinnt an Kontur Nach Abschluss der Fusion wurde zügig eine gemeinsame Strategie erarbeitet und implementiert. Dazu zählen insbesondere die Verlagerung der Produktion des Bauwerk-Volumenparketts aus Salzburg nach Kietaviskes in Litauen, die bis Ende des ersten Quartals 2014 vollzogen wurde sowie die Verlagerung der Produktion aus dem ehemaligen Boen-Werk in Mölln, die bis Ende des zweiten Quartals ebenfalls nach Kietaviskes umgesiedelt wurde. Diese Maßnahmen führten zu einmaligen Sonderaufwendungen und Rückstellungen von 5,2 Mio. CHF (4,33 Mio. Euro). Solide Finanzierung Seit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen ist die Gruppe neu hauptsächlich über eine Obligationenanleihe finanziert, während die Bankkredite mehrheitlich zurückbezahlt wurden. Die im Frühjahr 2013 begebene Anleihe in Höhe von 80 Mio. CHF mit einem Zinssatz von 4,125% sowie einer Laufzeit von fünf Jahren fand große Resonanz bei den Anlegern. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 betrug die Nettoverschuldung 91,1 Mio. CHF (knapp 76 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der zur Obligationenanleihe nachrangigen Aktionärsdarlehen von 37,3 Mio. CHF (31 Mio. Euro) beträgt die Eigenkapitalquote per Bilanzstich- Handgehobelte Parkettoberflächen sind wieder gefragt Foto: Tarkett tag 42,9 %. INNENTÜREN VS-Nova Türenfabrik Brunegg AG Kirchstrasse 3, 5505 Brunegg, Schweiz - Suisse - Svizzera Telefon +41 (0) 62 887 30 50, Telefax +41 (0) 62 887 30 60 E-Mail verkauf@brunex.ch, www.brunex.ch ® DIE BELIEBTESTE TÜR DER SCHWEIZER. BRUNEX® VS-NOVA. Die praktische Lösung für alle: Sieht gut aus, ist angenehm leicht und handlich in der täglichen Nutzung, erlaubt individuelle Ausführungen durch Lichtausschnitte – ohne Auskantung. 1-fl ügliges Innentürsystem. 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