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Donnerstag, 2. Oktober 2014 Aus Unternehmen Nummer 40 · Holz-Zentralblatt · Seite 957 Hornbach steigert Umsatz und Ertragskraft Konzernumsatz legt im ersten Halbjahr um 7,9 % zu, Betriebsergebnis steigt um 10,4 % Baywa-Tochter übernimmt Contracting von Biber Biomasse Tarkett Bois will Marty Parkett in Cuzorn schließen Trotz hoher Investitionen weiterhin unrentabel Noch flexibler und effizienter sägen: mit der Altendorf F 45 ELMO III D. 90° in nur 12 Sekunden: Mit dem beidseitig um 46° schwenkbaren Aggregat sägen Sie Winkel und Gegenwinkel so präzise wie selten zuvor bei minimalen Betriebskosten: Der kraftvolle Antriebsmotor setzt neue Maßstäbe in Laufruhe und Leistung. Erleben Sie die Bedienerfreundlichkeit der Touchscreen-Steuerung, die Leichtigkeit des Haubenwechsels und viele weitere Vorteile der Altendorf F 45 ELMO III D. www.altendorf.com Eurolaser feiert eine Woche lang Jubiläum Hausmesse mit extra Ausstellungsfläche für Partner Ausrüster präsentieren sich in Portland der Sägeindustrie OS Datensysteme wird 30 Die OS Datensysteme GmbH, Entwickler von Software für Holz verarbeitende Betriebe aus Ettlingen (Baden-Württemberg), wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Das 1984 gegründete Unternehmen hat sich aus einem regionalen Softwarespezialisten für das Schreiner/Tischler- Handwerk schnell zu einem bundesweit etablierten Komplettanbieter integrierter Lösungen für alle Holz verarbeitenden Betriebe entwickelt. Inzwischen zählen mehr als 4 000 Betriebe mit über 25 000 Arbeitsplätzen zu den OSD-Kunden. Das Unternehmen beschäftigt heute 50 Mitarbeiter. Möbellackhersteller Plantag errichtet neues Fertiglager in Detmold Nach dem Kauf von Jordan Lacke im letzten Jahr und Investitionen in die Produktionstechnik, das Technikum und das Rohstofflager setzt der Möbellackspezialist Plantag (Jahresproduktion 14 000 t, rund 110 Beschäftigte in Detmold und 170 Mitarbeiter weltweit) ihre Wachstumsstrategie für den deutschen Markt fort und baut für über 1,2 Mio. Euro ein neues Fertigwarenlager in Detmold. Auf 500 m² Hallenfläche entsteht Raum für 780 zusätzliche Palettenstellplätze. Bestückt werden die über 10 m hohen Regale mit zeitgemäßer Lagerlogistik, induktionsgeführten Gabelstaplern und einer entsprechenden IT-Lösung. Hier sollen zukünftig die Lackprodukte für die Kunden in Deutschland bereitgestellt werden. „Lieferbereitschaft ist ebenso wichtig wie Produktqualität. Mit dem Bau des neuen Fertigwarenlagers erhöhen wir die Verfügbarkeit unserer Produkt für unsere Kunden und verfolgen konsequent unsere Strategie, auch im deutschen Markt zu wachsen“, so Hanno Baumann, Geschäftsführer der Plantag. Unter dem Motto „20 Jahre Erfahrung in der Laserbearbeitung“ wurden die Besucher am 11. und 12. September in die Welt der Lasertechnik entführt. Das Highlight der diesjährigen Hausmesse in Lüneburg war die erstmalige Live-Präsentation des neuen Analyse- Tools „Watchdog“, welches zukünftig einen Grundstein zur Verbesserung der Service-Qualität liefern soll. Im großzügigen Demoraum stellte der Laserspezialist seine neuesten Entwicklungen vor. Im Fokus standen dabei vor allem die Automatisierung und die Flexibilität der Lasersysteme. Vorgestellt wurde das neue automatische Shuttletisch-System, mit dem per Knopfdruck ein Tischwechsel eingeleitet werden kann. Während der Laser schneidet, wird auf dem zweiten Tisch- modul be- und entladen. Zudem zeigte Eurolaser die Kombination einer parallelen Bearbeitung von bis zu drei verschiedenen Materialien auf einem System. Eingesetzt wurden CO2-Laser, 1-kW-Fräser und oszillierende Messer. Beispielhaft wurde diese flexible Bearbeitung anhand eines gemeinsamen Musters mit den Partnern Canon, Erpa, Evonik und 3A Composites veranschaulicht. Erstmalig wurde für die Partner eine neue Ausstellungsfläche geschaffen. So konnten vor- und nachgelagerte Produktionsstufen, artverwandte Anwendungen und ergänzende Techniken praxisnah vorgestellt werden. „Wir freuen uns, dass wir so viele Besucher und Partner aus aller Welt bei uns begrüßen durften“, sagte Geschäftsführer Matthias Kluczinski. Eurolaser und viele Partner präsentierten in Lüneburg ihr Fachwissen Foto: Eurolaser Schock feiert mit Partnern Der Granit-Spülen-Hersteller Schock aus Regen hat vom 11. bis zum 13. September mit rund 200 Handelspartnern aus der ganzen Welt im E-Werk in Berlin gefeiert. Im Zentrum der Veranstaltung zum 90. Jubiläum standen zum einen der Rückblick auf die wechselreiche Historie des Unternehmens, zum anderen erlaubte Schock Einblicke in aktuelle und geplante Unternehmensentwicklungen, Produktneuheiten für 2015 sowie die Neupositionierung der Marke und die daran gekoppelte Lifestyle Kampagne. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, unseren Händlern die Neupositionierung als Lifestyle-Marke und unsere Produkt-Highlights persönlich vorzustellen und ihnen die Marke ,Schock‘ noch näherzubringen“, erklärte Sven-Michael Funck, verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Die Hornbach-Gruppe hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 (1. März bis 31. August 2014) Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz stieg um 7,9 % auf 1,97 Mrd. Euro. Das Konzernbetriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich mit 10,4 % überproportional zum Umsatzanstieg auf 152,7 Mio. Euro. Im größten operativen Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG (DIY-Einzelhandel), der nach fünf Markteröffnungen und zwei Standortschließungen im ersten Halbjahr zum 31. August europaweit 144 Do-it-yourself-Einzelhandelsfilialen betreibt, stiegen die Umsätze um 8,3 % auf 1,8554 Mrd. Euro. Die flächen- und währungskursbereinigten DIY-Umsätze erhöhten sich um 6,7 %. Die größte Wachstumsdynamik verzeichneten erneut die Bau- und Gartenmärkte in Deutschland. Hier stiegen die bereinigten Umsätze kumuliert um 8,9 %. Damit ist das Unternehmen erneut stärker gewachsen als der Durchschnitt der DIY-Branche in Deutsch- land. Außerhalb Deutschlands wiesen alle Länder des internationalen Vertriebsnetzes in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 bereinigte Umsatzzuwächse auf. Die Standorte im übrigen Europa verbesserten die flächenund währungskursbereinigten DIYUmsätze in den ersten sechs Monaten um 3,6 %. Im zweiten Quartal (1. Juni bis 31. August 2014) nahm der Umsatz der Unternehmensgruppe um 0,2 % auf 940,4 Mio. Euro zu. Der Teilkonzern Hornbach Baumarkt-AG erzielte ein Plus von 0,5 % auf 878,3 Mio. Euro. Die flächen und währungskursbereinigten DIY-Umsätze blieben 1,0 % hinter den Vergleichswerten des Vorjahresquartals zurück. Der wesentliche Grund für die leichte Umsatzabschwächung war zum einen, dass im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres in den meisten Regionen drei Verkaufstage weniger zur Verfügung standen als ein Jahr zuvor. Zum anderen lag die Messlatte des Vorjahresquartals sehr hoch, weil die Kunden nach dem miserablen Frühjahrswetter 2013 eine Reihe von Bau-, Renovierungs und Gartenprojekten im zweiten Quartal nachgeholt und für Rekordumsätze gesorgt hatten. Die Erträge sind im ersten Halbjahr trotz der erwarteten Umsatzdelle und höheren, insbesondere expansionsbedingten Kostenbelastungen im zweiten Quartal überproportional zum Umsatzwachstum gestiegen. Das Konzernbetriebsergebnis (Ebit) der Hornbach Holding AG erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 10,4 % auf 152,7 Mio. Euro. Der Teilkonzern Baumarkt verbesserte das Ebit um 12,5 % auf 122,3 Mio. Euro. Hinsichtlich der Umsatzprognose rechnet die Gruppe weiterhin damit, dass der Umsatz, das heißt der Nettoumsatz einschließlich Neueröffnungen, Schließungen und Erweiterungsmaßnahmen im mittleren einstelligen Prozentbereich und voraussichtlich mit einer höheren Steigerungsrate als im Vorjahr (+4,3 %) wachsen wird. Bezüglich der Ertragsprognose geht Hornbach davon aus, dass das Betriebsergebnis (Ebit) im Konzern überproportional zum Umsatzanstieg wachsen wird. Wie die Baywa Energie Dienstleistungs GmbH, eine 100%-Tochter der Baywa AG, München, am 24. September mitteilte, hat sie sämtliche Contractingverträge der Biber Biomasse GmbH aus Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen) übernommen. Mit dem Erwerb verbunden sind die Übernahme aller Heizwerke, die mit Holzhackschnitzeln befeuert werden, die angeschlossenen Nahwärmenetze sowie die dazugehörige Brennstofflogistik. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Biber Biomasse GmbH hat sich in den vergangenen Jahren als konzernunabhängiger Anbieter auf die Wärmelieferung hauptsächlich aus erneuerbaren Energien vor allem in Süddeutschland spezialisiert und versorgt im Rahmen von Contractingverträgen vorwiegend Kunden der öffentlichen Hand. Unter anderem gehören der Freistaat Bayern – mit einem der größten bayerischen Contractingaufträge zur Versorgung der Justizvollzugsanstalt Straubing – und diverse Landkreise und Städte dazu. Tarkett Bois, eine Tochtergesellschaft von Tarkett France, unterrichtete Mitte September die Arbeitnehmervertreter darüber, dass das Parkettwerk Marty in Cuzorn (Lot-et-Garonne) geschlossen werden soll. Tarkett hatte den Standort von Marty in Cuzorn 2011 übernommen, als dieser Gegenstand eines Insolvenzverfahrens war. Seither verzeichnete der französische Markt für Parkette einen stetigen Abwärtstrend. Infolge der allgemeinen Krise der Bauwirtschaft und der starken Konkurrenz insbesondere durch Importe aus Asien ist der Markt zwischen 2010 und 2013 um rund 20 % geschrumpft. In den vergangenen drei Jahren nahm Tarkett Investitionen in Produktion, Vertrieb und Marketing vor, um Standort und Arbeitsplätze zu erhalten. Dennoch hat das Werk weiterhin mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Par- kettproduktion in Cuzorn, die einen Jahresumsatz von rund 10 Mio. Euro erzielt, ist seit Jahren strukturbedingt defizitär. Trotz erheblicher Produktivitätssteigerungen und des Einsatzes der Mitarbeiter kann angesichts der ungünstigen wirtschaftlichen Prognosen für den französischen Parkettmarkt nicht davon ausgegangen werden, dass der Betrieb wieder rentabel wird. In den vergangenen Monaten hat sich die Tarkett Group gemeinsam mit kommunalen und nationalen Instanzen bemüht, einen Käufer zu finden, der den Betrieb des Werks in Cuzorn sanieren könnte. Leider hat keiner der zahlreichen potenziellen Kandidaten bisher ein Übernahmeangebot gemacht. Deshalb leitet Tarkett Bois gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern ein formales Konsultationsverfahren in Bezug auf eine geplante Schließung des Standorts ein, an dem derzeit 120 Mitarbeiter beschäftigt sind. Führende deutsche Ausrüster der Sägeindustrie und Weiterverarbeitung gehen erstmals gemeinsam auf die Messe „Timber Processing & Energy Expo“ (15. bis 17. Oktober in Portland, Oregon/ USA). Die Maschinenlieferanten Linck, Möhringer, Weinig, Minda, AKE, Vollmer und Dieffenbacher haben sich entschieden, auf dieser für Sägewerkstechnik wichtigen nordamerikanischen Veranstaltung auszustellen. „Derzeit ist der nordamerikanische Markt der Hotspot für Neu- und Ersatzinvestitionen in die Sägewerkstechnik und Weiterverarbeitung. Daran wollen die deutschen Hersteller verstärkt partizipieren“, erklärte Dominik Wolfschütz, Marktanalyst im VDMA-Holzbearbeitungsmaschinen. Die USA waren im ersten Halbjahr 2014 mit einem Plus von 15 % nach China und Russland der drittwichtigste Exportmarkt für die deutschen Hersteller. In diesem Zeitraum wurden Holzbearbeitungsmaschinen im Wert von 63 Mio. Euro geliefert. Nach Kanada exportierte die Branche Waren im Wert von 11 Mio. Euro. Parallel zu der Messe finden ganztätige Workshops zum Einsatz neuester Maschinentechnologie für die Herstellung von Schnittholz und die Holz-Weiterverarbeitung statt.


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